

SEPP PUCHINGER
1960 in Hainburg/Donau geboren, abgeschlossenes
Sport- und Geschichtestudium an der Uni Wien,
staatliche
Ausbildungen in alpinen Sportarten und im Bereich Kanu/Kajak/Rafting. Er durfte
auf Reisen und Expeditionen über 120 Länder weltweit (auf allen
Kontinenten) kennenlernen und arbeitet heute intensiv im Bereich Fotoreportage,
Diashow und Reisejournalismus. Neben zahlreichen Veröffentlichungen in
nationalen und internationalen Zeitungen und Magazinen sowie Bildbandpublikationen
fotografiert er für namhafte Fotoagenturen. Einen besonderen Schwerpunkt
bilden anspruchsvolle Diashows. Jeder dieser Vorträge basiert auf mehrmonatigen
Recherchen, oft abseits der althergebrachten Klischees versucht der Vortragende
hinter die Kulissen zu blicken und erzählt Geschichten über Reisegebiete.
Offenheit gegenüber den Menschen und ihrer Kultur in fremden Ländern
ist in Fotografie und Text genauso zu spüren wie der hautnahe Zugang
zur Natur. Durch seine sportlichen Ausbildungen und weltweite Erfahrung erreicht
er auch schwer zugängliche Ziele. Bergbesteigungen bis 7.000 m, Erstbefahrungen
auf Flüssen, Trekkingtouren - zu Fuß, per Pferd oder Kamel - und
andere Unternehmungen bestätigen dies. Neben dem sensiblen Zugang zu
fremden Ländern ist dadurch ein spannender Erlebnisstil in den Diashows
garantiert.
In den Vorträgen werden anspruchsvolle Bilder harmonisch und spannend
mit live gesprochenem Text, Originalton - Aufnahmen und sensibel ausgewählter
Musik verbunden. Die Präsentationen erfolgen unter Einsatz modernster
Technologie und Großbildleinwänden.
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Im folgenden darf ich Ihnen etwas persönlicher meinen Werdegang erzählen....
Sepp Puchinger (geb. 1960).
Kein Baum schien zu hoch, kein Bach zu tief, außerdem war unser Bauernhof
ein Dorado für die ersten Abenteuer -ich durfte jedenfalls eine sehr
erlebnisreiche Jugend mit vielen Freiheiten durchleben. Das Leben in und mit
der Natur bereitete mir genauso wie die sportliche Herausforderung viel Freude.
Dann
das erste Reisefieber während meiner Gymnasialzeit: erspartes Geld von
Ferienjobs wird gnadenlos in Interrailtickets und Ausrüstung investiert.
Zwischen 16 und 18 erlebe ich Europa zwischen Schottland und Sizilien per
Bahn mit Rucksack und Wanderstiefeln. Bücher und Berichte über fremde
Kulturen, spektakuläre Naturlandschaften und abenteuerliche Entdeckergeschichten
verschlinge ich regelrecht. Jedenfalls bereitet es mir keine Mühe außergewöhnliche
Referatsthemen in der Schule zu präsentieren - und die richtige Studienwahl
zu treffen: Sport und Geschichte. Dann der nächste Impuls - Berge und
Wildwasser. Während meiner Studienzeit erarbeite ich mir ein sportliches
, alpines, aber auch psychisches und pädagogisches Rüstzeug für
spätere Unternehmungen. Staatliche Ausbildungen im alpinen Bereich und
im Bereich Kanu/ Rafting sollten mit genauso zugute kommen wie die Grundkenntnisse
über fremde Kulturen, die ich während meines Geschichtestudiums
erwarb. Europas reiche Kultur- und Naturlandschaften bieten dabei ein reiches
Betätigungsfeld. 1986 , kurz nach Beendigung des Studiums, werde ich
zu einer Entdeckungstour durch Griechenland eingeladen. Das Ziel? Die Berg-
und Schluchtenwelt Griechenlands nach unbefahrenen Flüssen zu erkunden,
ein blühendes, untouristisches Griechenland vor dem großen Ausverkauf
im Sommer zu erleben. Ich bin bei spektakulären Erstbefahrungen dabei,
erhalte von erfahrenen Kollegen auf dieser Tour Impulse und ein fundiertes
Rüstzeug betreffend Journalismus und Fotografie - und bin vom Entdecken
fasziniert.
Das Reisefieber hat mich gepackt,1986/ 87 werde ich im Zuge einer Weltreise
erstmals mit völlig fremden Kulturen konfrontiert/ vertraut, meinen sportlichen
Leidenschaften fröne ich im Outdoor Mekka Neuseeland. Über dieses
"Paradies am Ende der Welt" präsentierte ich auch meinen ersten
Vortrag. 1987 darf ich mit Freunden einen langgehegten Traum realisieren -
wir fahren mit Autos Richtung der Sahara. In Marokko erkunden die wilden Wasser
des Hohen Atlas , "befliegen" die tollsten Wasserfälle, besteigen
den 4100m hohen Jebel Toubkal mit Schiern und wedeln bald darauf in der Sahara
über Sanddünen. Doch nicht nur Sport und Natur faszinieren, die
ersten Eindrücke des Orient bleiben unvergesslich. Dann lockt die Wildnis
von Kanada: zu Fuß und per Kanu in zwei Monaten gemeinsam mit zwei Freunden
durch das Reich der Bären in den Rocky Mountains! Das Fortbewegen mittels
eigener Kraft, das Auseinandersetzen mit der Natur und das behutsame Kennen
Lernen fremder Kulturen soll in Zukunft das tragende Element meiner Reisen
bilden.
Der Abenteuerdrang erreicht
1989 einen ersten Höhepunkt - und beinahe ein fatales Ende. Noch während
der kommunistischen Herrschaft dürfen wir als erste "Westler"
gemeinsam mit einem russischen Team von der mongolischen Grenze in einer vierwöchigen
Tour durch die wilden Schluchten des Ob paddeln, einfaches Nomadenleben im
Altai kennen lernen - und die Leistungsgrenze ausreizen. Das kostet mich bei
einem ungewollten Flug über einen unfahrbaren Wasserfall fast das Leben.
Wir setzen die Tour fort und vollenden sie erfolgreich. Zuhause versuche ich
akribisch meinen Unfall aufzuarbeiten - und feile an nächsten Projekten.
1990 wandere ich gemeinsam mit einem Freund durch die Wunderwelt der Ruwenzori
Mountains in Uganda/ Zaire, erreiche schließlich inmitten von Urwald
den gletschergepanzerten Gipfel. Die urtümliche Pflanzenwelt, die artenreiche
Tierwelt und die Abgeschiedenheit dieser Region hinterlässt tiefe Eindrücke
- besonders die Begegnung mit den letzten Berggorillas unserer Erde. Die Berge
der Welt und die "Rivergods" -die Flüsse der Welt - rufen:
ausgedehnte
Touren im Himalaya, in den Anden und in Alaska/ Yukon folgen. Ich darf Wildflüsse
in den Anden und im Himalaya erstbefahren, den Grand Canyon befahren, eine
erfolgreiche Kleinexpedition durch China erfolgreich beenden, viele Fünf-
und Sechstausender erklettern, Kulturen abseits ausgetretener Touristenpfade
kennen lernen. Besonders beeindruckend dabei eine ausgedehnte Reise in die
Urgeschichte nach Neuguinea und Irian Jaya.
Immer mehr gilt der Leitsatz "Der Weg ist das Ziel" , ich versuche
als Wanderer, mit meinem Kajak oder per Pferd fremde Landschaften/ Kulturen
langsam auf mich wirken zu lassen. Das entspricht am ehesten meiner Aufnahmefähigkeit,
ich kann dadurch intensiver wahrnehmen - und auch bewußter fotografieren
und schreiben.
Einer inneren Stimme folgend habe ich mittlerweile begonnen meine Erfahrungen
und Erlebnisse im deutschsprachigen Raum zu publizieren. Der aktive persönliche
Zugang meiner Reisen erleichtert es im unüberblickbaren Dschungel der
Reisepublikationen anerkannt zu werden. Sogar das renommierte GEO veröffentlicht.
Nach der Mitarbeit an einem Wildwasserbildband und einem Marokkobuch erscheint
mein erster Bildband im Großformat : Alaska / Schroll Verlag (Text/
Bild: Koch/ Puchinger).
Genauso wichtig wie der behutsame Umgang mit fremden Kulturen/ Religionen
ist die Partnerwahl auf Reisen. Ich schätze mich in der glücklichen
Lage, dass mich zumeist persönliche Freunde, genauso begeistert am Entdecken
und Kennen lernen der großen Kulturen und Naturräume, begleiten.
Bei selbst organisierten Kleinexpeditionen erlaubt dies ein sehr flexibles
Vorgehen, der sonst beim Aufeinandertreffen von Spezialisten gefürchtete
Konkurrenz- und Leistungsdruck entfällt genauso wie monatelanges Organisieren
von Trägern, Nahrungsmitteln und Expeditionsgütern. Außerdem
schätze ich es mehr Reiseerfahrungen mit Freunden zu teilen und meine
Stärken und Schwächen in ein tolerantes Kleinteam einzubringen.
1997 lande ich in Sydney
am Flughafen... und sitze Stunden später bereits in einer Maschine in
die Antarktis. Ein Fotograf war ausgefallen.... Zurück in Down under
flattert ein Fax ins Haus - ein Auftrag für einen Australien Bildband.
Ich kaufe ein Auto und bereise den Roten Kontinent intensiv . Es ist zwar
genaues und langes Arbeiten notwenig, um ein Buch mit Text/ Bild fertig zustellen,
aber im Gegensatz zu einem Magazinartikel ist ein schön gestaltetes Buch
ein zeitloses Werk, in Büchern und Vorträgen ist Selbstverwirklichung
möglich. Ähnliches erlebe ich im Bereich Film. 1999/ 2000 realisieren
wir das erste Filmprojekt "River of no return".
Privat ändert sich 1997 mein Leben markant. Vorerst lockt eine zweimonatige
Reise ins Südliche Afrika, nach mehrmaligen Touren durch Ostafrika freue
ich mich auf die Große Tierwelt. Gemeinsam mit meiner Partnerin Sabine
- sie hat ebenfalls Sport studiert, unterrichtet an derselben Schule, teilt
die gleiche Reisebegeisterung , den gleichen Zugang zu fremden Kulturen und
toleriert meinen außergewöhnlichen Lebensweg - erlebe ich dort
Afrikas Wildnis, spüre all die Spannungsfelder in den großen Städten
- und genieße mit Sabine eine unbeschreibliche Vorfreude auf unser Baby
: 1998 wird Florian geboren. Wir heiraten und im Jahr 2000 erblickt unser
Tobias das Licht der Welt, im Mai 2003 der kleine fröhliche Benjamin.
Ein Drei Buben Haus !! ( Ich selbst komme aus einer drei Buben Familie). Ein
neuer Wert in unserem Leben. Ich bin dankbar Familie zu haben, das Leben wird
facettenreicher. Wir berücksichtigen bei gemeinsamen Reisen den Rhythmus
der Kinder, wir durften mittlerweile unsere Erfahrungen bei gemeinsamen Reisen
in Europa, Nordamerika und Australien weitergeben. ( siehe auch Kapitel Reisen
mit Kindern/ Forum). Touren in exotische Länder / Reisen mit sportlichem
Schwerpunkt/ Fotoarbeiten führe ich nach wie vor mit Freunden oder solo
durch (zuletzt Seidenstraße - Pakistan/ Westchina bzw. intensive Reisen
nach Südostasien).
Im Herbst 2001 führt mich eine ausgedehnte Reise nach Myanmar und Laos,
einige Monate darauf habe ich die Möglichkeit auf jene Inseln zurückzukehren
wo mich die Abenteuer- und Fotolust zum weiteren Dasein als Reisenomade so
gepackt hatte: Neuseeland. Ich besuche Freunde, erlebe als Wanderer und Kajakfahrer
eine famose Naturwelt mit unbeschreiblichen Möglichkeiten , die Liebenswürdigkeit
und Gastfreundschaft der „Kiwi“ - und nehme natürlich auch
die Veränderungen (vor allem in den Städten) am schönsten Ende
der Welt wahr. Neuseeland ist ein Outdoor Dorado – Wanderer und Bergsteiger
finden hier genauso ihr Paradies wie Natur- und Tierliebhaber, Segelenthusiasten
oder Wassersportler. Die Kiwi sind wassersportverrückt - und die wilden
Wasser der Insel schlichtweg famos. Ich paddle im Drehortbereich des „Herrn
der Ringe“ eine der wohl schwierigsten Schluchten des Landes –
Rangitata Gorge.
Das Abenteuer ruft wieder : Im Herbst 2002 erfolgt eine außergewöhnliche
Reise, wieder ein kleiner persönlicher Meilenstein: gemeinsam mit indischen
Freunden gelingt es eine Genehmigung für die Befahrung des Brahmaputra
von der tibetischen Grenze zu erhalten. Viel Aufwand und Papierarbeit waren
notwendig, um dieses einsame – vielfach noch unbekannte - Gebiet mit
Raft und Kajak bereisen zu dürfen. Nur das indische Militär war
zu Erkundungszwecken am mächtigen Brahmaputra gewesen. Der Fluss ist
schlichtweg spektakulär – genauso wie die Landschaft. Entlang der
Schlucht begegnen einer fast noch in der Steinzeit lebenden Bevölkerung.
Der wilde heilige Fluss zeigt am ersten Tag seine Zähne. Wassermassen
mit mächtigen Wellen und Walzen mit bis zu 7m Höhe bedeuten für
Kajaks, Rafts und das Team ein Grenzerlebnis mit zahlreichen Kenterungen und
viel Action. In der Folge wächst in anspannenden 14 Tagen eine internationale
Truppe zu einem eingeschweißten Team zusammen, um die Flussexpedition
erfolgreich abschließen zu können.
Stärker könnte der Kontrast nicht sein als ich – einzeln reisend
– Cuba kennen lerne : mit all
seinen Traumstränden, karibischem Flair und kolonialen Schätzen
– aber auch mit allen Schattenseiten im isolierten Reich des Fidel Castro.
Ganz nach dem Motto „Erfahrungen machen, Erlebnisse haben, den eigenen
Horizont erweitern“ versuche ich hier durch viele kleine Berührungen
mit den Menschen dem Puls des Landes näher zu kommen. Mit der Erkenntnis:
selbst Jahrzehnte von Isolationspolitik können karibische Lebensfreude
und Improvisationskunst nicht besiegen.
Noch im Hochgefühl der gelungenen Brahmaputra - Expedition wartet das
nächste Highlight: eine Reise durch das Hochland des Nil in Äthiopien.
Das Land , welches in unseren Medien immer nur mit Bürgerkrieg und Hungersnot
( die es in bestimmten Landesteilen leider auch gibt) präsentiert wird,
birgt eine außergewöhnliche Vielfalt an Völkern, Kulturen
und Landschaften. Reisehöhepunkte wie Lalibela mit seinen Klöstern
und dem berühmte Timkat Fest, eine Trekkingtour auf dem „Dach von
Afrika“ in den über 4000 m hohen Semien Mountains und nicht zuletzt
eine kurze aber intensive Nilbefahrung mit dem mitgebrachten Canadier lassen
den Gedanken reifen an einer Diavision über den Nil: Von den Quellen
bis zu den Pyramiden… Im Verlauf des nächsten Jahres folgen einige
intensive Touren nach Ägypten und in den Sudan.
Libyen und vor allem der
Iran stellen sich bei folgenden Reisen als ideale Reiseziele für Entdeckernaturen
heraus. Abseits der bekannten Pfade erwartet den Reisenden in diesen Ländern
eine noch sprichwörtliche Gastfreundlichkeit - dies zumindest meine Erfahrung.
Libyen hat viele Gesichter zwischen der Sahara und dem Mittelmeer: Von römischen
Tempelstädten und malerischen Lehmstädten bis zu Felszeichnungen,
Oasen und endlosem Sandmeer.
Noch faszinierender und kontrastreicher der Iran: Von kulturell einzigartigen
Kulturstätten bis zu vergletscherten Berggiganten, vom pulsierenden Teheran
und der Märchenstadt Isfahan bis zu einsamen Wüstenoasen. Noch darf
man dort genüsslich auf Entdeckungsreise gehen.
Pilgern ist wieder modern, besonders der Jakobsweg in Nordspanien, aber auch
im übrigen Europa werden immer mehr alte Pilgerpfade reaktiviert und
in Weitwanderwegsysteme aufgenommen. Spanische Freunde in Bilbao und in Pamplona
erzählten mir schon seit Jahren von "ihrem Camino" und luden
immer wieder ein. Mein Plan war es den berühmtesten Pilgerweg nicht nur
klassisch zu Fuß, sondern auch mit dem Rad samt Ausrüstung und
Zelt zu erfahren. Anfangs zu Fuß , dann weiter per Rad – mit sehr
viel Zeitreserven. Mit dieser Variante wollte ich meinen persönlichen
Pilgerweg –manchmal auch ein wenig abseits der Pilgerherbergen und des
Wallfahrtstourismus – entlang des 1000 km langen Pfades finden. Die
Entscheidung war gut. Auf dem Camino entdecke ich Spanien in vielen Facetten.
Faszinierend die großen Feste wie die berühmteste Fiesta in Pamplona
oder kleine Feste im Weingebiete von La Rioja. Interessant die Suche nach
den Relikten und Mythen des mittelalterlichen Weges. Berührend die Begegnungen
mit den Menschen und der Freundlichkeit des Landes - und faszinierenden Charakteren
auf dem Pilgerpfad. Vom Paar mit selbst konstruierten Rädern bis zur
ungarischen Pferdekutsche, mit der eine ungarische Gruppe monatelang langsam
anreist. Vom alten Mann aus Frankreich, der mit seinem Hund Roc tausende Kilometer
unterwegs ist, bis zu Joop dem Holländer, der mit einem selbst gebasteltem
Kinderwagen von seinem Heimatort anreist, da seine
Schultern den Rucksack nicht mehr tragen. Jeder erzählt seine persönliche
Geschichte oder trägt sein kleines Geheimnis mit sich auf dem Weg zum
Ziel nach Santiago und 100 km weiter ans mystische Kap Finisterre am Ende
der Welt am Atlantik. "Ulteija" - Immer vorwärts ! Der alte
Pilgerspruch hat
immer noch Gültigkeit. Ich bin dankbar durch eine robuste Gesundheit
ohne große Probleme den Camino - und viele andere Regionen unserer Welt
- erleben zu dürfen. Spaniens Kultur und Menschen kennen zu lernen, zu
schlafen unter Sternenhimmel oder auch in der einfachen Pilgerherberge, Zeit
zu haben zum Nachdenken, Schauen und Verharren. Am Ende des Camino blick ich
raus auf den dunklen Atlantik und frage mich: ist nicht das gesamte menschliche
Leben eine Pilgerschaft?
Zum Aufarbeiten von Reisen gehört für mich auch das Schreiben und
der Diavortrag . Erst dadurch schließe ich eine Reise ab, darf Sie bei
Vorträgen immer wieder miterleben - und es entstehen neue Ideen. In Diavorträgen,
bei Presseartikeln und Büchern steht jeweils das bereiste Land mit seiner
Geschichte, seinen Landschaften, seiner Kultur und seinen Menschen im Mittelpunkt.
Trotzdem sollen vor allem die Vorträge nicht nur ein "auswechselbarer
Reiseführer" sein. Ein deutliches Kennzeichen aller Diavorträge
ist, dass persönliche Erlebnisse und Erfahrungen genauso verarbeitet
und präsentiert werden, das garantiert allein der Reisestil und das "langsame
Reisen". Durch den mittlerweile gewonnenen Überblick über die
Vielfalt unserer Erde entstehen immer wieder neue Projekte. Nachdem Reisen
für mich nichts mit dem "Sammeln und Abhaken von Ländern"
zu tun hat, durfte ich mittlerweile viele Gebiete mehrfach bereisen und erleben
-und hoffe Ihnen auch in Zukunft vielfältige Geschichten mit Bild und
Text über das Abenteuer Erde erzählen zu dürfen.
In den letzten beiden Jahren erfüllte ich mir auch einen lang gehegten
Wunsch – Präsentationen mit Live Musik noch lebendiger und kreativer
zu gestalten. Es macht viel Spaß mit Peter Ratzenbeck und Kollegen zu
arbeiten, die begeisterte Resonanz des Publikums verleitet zu neuen Projekten…